Von Elektrosmog geht in der Regel keine große Gefahr aus

Autor: David Stange am: 16.12.2007

In der Öffentlichkeit wird eine heiße Debatte darüber geführt, ob Elektrosmog für den Menschen gefährlich ist oder nicht. Oft wird dabei allerdings nicht auf der Basis von Fakten, sondern lediglich sehr emotional diskutiert und es werden dabei die wüstesten Theorien aufgestellt. Fakt ist, dass bis jetzt noch nicht nachgewiesen werden konnte, dass von elektromagnetischer Strahlung irgendein Schaden für biologisches Gewebe ausgeht.

Der einzig nachgewiesene Effekt, den Elektrosmog bewirkt, besteht in der Erwärmung von biologischen und damit auch menschlichem Gewebe. Diese ist aber nicht generell schädlich, sondern erst, wenn eine Grenztemperatur von ca. 40 Grad überschritten wird. Dies ist allerdings bei normalen Geräten, mit denen der Mensch in Kontakt kommt, entweder nicht der Fall, oder die entsprechenden Teile sind abgeschirmt, so wie zum Beispiel Mikrowellen.

Es wird in der öffentlichen Debatte oft besonders hervorgehoben, dass Elektrosmog irgendeine fördernde Wirkung auf Tumore haben und sie damit zum wachsen animieren soll. Auch dies konnten medizinische Studien bisher nicht nachweisen. Es bleibt abzuwarten, ob sich in Zukunft weitere Erkenntnisse finden lassen, die irgendeinen Zusammenhang zwischen der Strahlung und dem Wachstum von Tumoren beweisen oder falsifizieren.

Wer bei Elektrosmog vorsichtig sein möchte, sollte versuchen, so wenig wie möglich mit elektromagnetischer Strahlung in Berührung zu kommen. Dies lässt sich gut erreichen, indem man beispielsweise zum Telefonieren mit dem Handy ein Head- Set benutzt, da dann kein direkter Kontakt zur Strahlungsquelle mehr gegeben ist. Ansonsten sollte man die Nähe zu Hochspannungsleitungen und auch Umspannwerken vermeiden. Mikrowellen sind dagegen absolut unbedenklich, da sie sehr gut abgeschirmt sind und kaum Strahlung nach außen dringen lassen.

Des weiteren ist es ratsam, schon beim kauf von Elektrogeräten darauf achten, dass diese strahlungsarm sind, um den Elektrosmog möglichst zu reduzieren zu. Hält man sich an die oben gegebenen Ratschläge, ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite, selbst wenn irgendwann irgendeine schädigende Wirkung durch Elektrosmog nachgewiesen werden sollte. Vorsicht ist in der Regel wesentlich besser als Nachsicht.